Willi Simons - Das kleine Porträt

Willi Simons und seine Frau Elsbeth sind allseits bekannt als „richtige“ Ur-Wickrathhahner. Dabei ist Willi gar nicht in Wickrathhahn geboren. Er kam 1931 in Kleingerichhausen, zwischen Beeck und Wegberg gelegen, zur Welt. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Holtum. Erst nachdem er 1958 seine Elsbeth (Mitglied in Klompen I) geheiratet hatte, zog er nach Wickrathhahn. Die Beiden lernten sich, wie es sich für gläubige Menschen gehört, auf einer Wallfahrt zum Birgelner Pützchen kennen und lieben.


Die erste Wohnung in der Hahner-Hofstraße war bei Effertz. 1978 bezog die junge Familie, Sohn Manfred erblickte 1961 das Licht der Welt, dann ihr neugebautes Haus in der Priorstraße. Ab diesem Tag fasste Willi, der nur Overstolz ohne Filter geraucht hatte, übrigens keine Zigarette mehr an (gell Manni!). Er trat 1955 in die Bruderschaft ein und war direkt im nächsten Jahr, zusammen mit Josef Kirchhoven, Minister beim König Josef Stevens jun.


Willi erinnert sich noch gut daran, dass er zusammen mit „Flöcke“, nachdem der König mit Musik nach Hause gebracht wurde, noch mal ins Zelt zurück gingen. Viel Schlaf hat es an den Kirmestagen nicht gegeben. Das Zelt lag in diesem Jahr übrigens auf der Wiese neben Allwicher, da, wo heute das Haus von Kurt
Wingerath steht.


Seit 1956 ist er bis zum heutigen Tag treues Mitglied der Schwarzen Husaren.


1999 und 2012 konnte er in seiner Truppe die Gruppenkönigwürde erringen. Ab dieser Zeit spielte er auch Fußball in Wickrathhahn, und zwar in der 1. und 2.
Mannschaft.


Von Beruf ist Willi Maler und Anstreicher und war unter anderem 33 Jahre bei Schorch beschäftigt. Von ihm wurden auch unzählige Häuser und Zimmer in Wickrathhahn und Umgebung mit neuer Tapete und Anstrich versehen. Seit 1991 ist er im verdienten Ruhestand. Rund 25 Jahre lang hat er für die Bruderschaft die Schmückschilder gemalt, die neuen Maien gestrichen und den Königsvogel hergeste
llt. Dafür an dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön.


Nachdem Willi zusammen mit Karl Neuß dem Gruppenführer der Schwarzen Husaren, Theo Laux, solange genervt hatten, bis dieser tatsächlich den Vogel runterholte, wurde er 1987 zum zweiten Mal Minister.

Sein liebstes Hobby ist der Garten, den er liebevoll pflegt und in dem er viel Zeit verbringt. Doch er war auch begeisterter Kegler und Mitglied in gleich mehreren Kegelclubs. Zusammen mit Frau Elsbeth sammelt er leidenschaftlich gerne Bilder zum Thema Wickrathhahn. In zahlreichen Bilderalben haben sie ihre Schätze archiviert. Beispielsweise stammen die meisten Königsbilder in diesem Festheft aus ihrer Sammlung. Im Urlaub zieht es das Paar immer wieder nach Berchtesgaden.


Willi wollte sich eigentlich als Schwarzer Husar 2012 zur Ruhe setzen, aber nachdem Sohn Manfred (Mitglied der Jäger) 2012 Minister und Gruppenmitglied Walter Krause 2013 König wurden, hängte er kurzentschlossen noch zwei Jährch
en dran.


Wie es 2014 weitergeht weiß er noch nicht genau, aber wir alle hoffen, ihn noch lange als aktives Bruderschaftsmitglied in unseren Reihen zu haben.