Rolf Schmitz, ein halbes Jahrhundert an Bord

Rolf Schmitz blickt in diesem Jahr (Anmerkung: 2014) auf 50 Jahre Schützenwesen als Matrose in der St. Hubertus Bruderschaft zurück. Dieses Jubiläum war für uns Anlass, mit unserem Schützenbruder ein Gespräch zu führen und ihm einige Fragen zu stellen.


HE Rolf, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem Jubiläum als aktiver Matrose. Angefangen hast Du als schlichter "Leichtmatrose". Heute führst Du die Truppe schon 15 Jahre an und bist mittlerweile zum Fregattenkapitän aufgestiegen. Wie kam es dazu, dass Du vor 50 Jahren bei der Marine angeheuert hast?


RS Zunächst war ich Mitglied der Roten Husaren, bin aber schon in meinem zweiten Schützenjahr zu den Matrosen gewechselt, da mehr oder weniger alle meine Fußballkameraden der ersten Mannschaft des FC Blau-Weiß Matrosen waren.


HE Über all die Jahre Deiner aktiven Schützenzeit hast Du sicherlich vieles erlebt. Kannst Du uns vielleicht einige Highlights nennen?


RS Es gab sicherlich viele Highlights. Herausragend waren allerdings für mich die vier Schützenfeste, zu denen die Matrosen den König stellen durften. Zuletzt war dies in 2009 zum 60.-jährigen Bestehen der Matrosengruppe der Fall, als Ralf Wassenberg die Regentschaft hatte. Erwähnen möchte ich aber auch die beiden Auszeichnungen der Matrosen als "beste Schützengruppe", wobei wir die Ersten waren, die diese Auszeichnung der Bruderschaft erhielten. Sicherlich waren auch alle Ausflüge der Matrosen besonders schöne Ereignisse, zumal sie für den Gruppenzusammenhalt immer sehr wichtig sind. Es ist uns sogar gelungen, als Matrosen zwei Segeltörns zu organisieren. Das waren ganz besonders schöne Touren.


HE Dein Großvater Arnold Schmitz war 1924, also im Gründungsjahr der Bruderschaft, der erste Schützenkönig und Dein Bruder Hermann-Josef setzte die Tradition 1984 fort. Hattest Du nie Ambitionen, auch einmal Schützenkönig zu werden?


RS Zu dieser Frage möchte ich zunächst ergänzen, dass mein Vater, Hermann Schmitz, 1964 Schützenkönig war, also vor genau 50 Jahren. Ich selbst hatte nie die Ambitionen, Schützenkönig zu werden. In all den Jahren meiner aktiven Zeit war ich zweimal Minister und führe darüber hinaus seit 15 Jahren die Matrosengruppe an. Die Aktivitäten mit der Gruppe haben mir bislang am meisten Spaß gemacht, so dass ich selbst nie Ambitionen hatte, selbst Schützenkönig zu werden.


HS Der Wahlspruch der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften "Glaube, Sitte, Heimat" ist auch in der Satzung der St. Hubertus Bruderschaft verankert. Für wie wichtig hälst Du diese Werte in der heuteigen Zeit?


RS Der Wahlspruch "Glaube, Sitte, Heimat" ist in der Bruderschaftssatzung zu Recht verankert. Dieser Wahlspruch und die hieraus abzuleitenden Werte sind gerade in der heutigen Zeit eine Möglichkeit, dem Stress des Alltags und des Berufslebens entgegen zu wirken. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass ich mir wünsche, dass wieder viel mehr Schützen am den Festgottesdiensten anlässlich der Prunkfeierlichkeiten teilnehmen.

 

HE In Deinem Schützenzug, den es ja schon seit 1949 gibt, seid ihr zehn Matrosen. Wie siehst Du die Zukunft Deiner Matrosen? Wird es auch in Zukunft gelingen, Nachwuchs zu gewinnen?

 

RS Hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung meiner Matrosengruppe kann ich mir nur wünschen, dass es uns gelingt, immer wieder Nachwuchs zu finden, der zum Fortbestand der Gruppe selbstverständlich gebraucht wird. In diesem Zusammenhang halte ich es für äußerst wichtig, dass wir in noch stärkerem Maße auf die Neubürger unseres Dorfes zugehen, um sie für unsere Bruderschaft und die örtlichen Vereine zu gewinnen.

 

HE Nun einmal weg vom Thema "Schützen" und hin zu sonstigen Aktivitäten und Hobbys. Früher hast Du ja viele Jahre beim FC Blau-Weiß Wickrathhahn Fußball gespielt. Die Fußballschuhe hast Du ja vor einigen Jahren an den Nagel gehängt und bist auch zwischenzeitlich Rentner. Was machst Du denn so in deiner Freizeit?

 

RS Aus Altergründen habe ich das Fußballspielen vor einigen Jahren bereits aufgegeben. Darüber hinaus bin ich nach 42 Jahren altersbedingt aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausgeschieden. Da ich auch seit Ende 2009 meinen früheren Beruf als Schornsteinfegermeister nicht mehr ausübe und Rentner bin, habe ich viel Zeit, mich meinem Hobby der Gartenarbeit zu widmen. Darüber  hinaus nutze ich meine Freizeit für Unternehmungen mit meiner Familie, insbesondere mit meiner Enkelin Katharina Leonie. Meine Enkelin ist zwwischenzeitlich 2,5 Jahre alt und freut sich ganz besonders darüber, dass meine Frau Irmgard und ich ihr sehr viel Zeit widmen können.

 

HE Rolf, vielen Dank für dieses Gespräch. Dir und deiner Familie wünschen wir vor allem Gesundheit und viel Freude bei allen Aktivitäten und vor allem beim kommenden Schützenfest.

 

Matrosen / rk für HE

Einer von uns - Rolf Schmitz (2014)
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