Die Historie der Sankt Hubertus Bruderschaft Wickrathhahn

  Das Königspaar im Gründungsjahr 1924: Arnold und Maria Schmitz
Das Königspaar im Gründungsjahr 1924: Arnold und Maria Schmitz

Die Gründungstage der St. Hubertus-Bruderschaft reichen bis ins Jahr 1924 zurück. Am 8. Juni 1924 riefen Wickrathhahner Bürger eine Versammlung ein, zu der das ganze Dorf in die Gaststätte Leo Allwicher geladen war. Man einigte sich schnell auf die Gründung einer kirchlichen Bruderschaft mit den Idealen "Glaube, Sitte, Heimat".

Namensgeber der Bruderschaft war Präses und Rektor Hubert von Bronsfeld. Zum ersten Brudermeister wurde August Steffens gewählt. Die erste Prunk wurde am 20. Juni des gleichen Jahres gefeiert, übrigens mit nahezu gleicher Programmfolge wie in der heutigen Zeit.

Die zarte Pflanze Bruderschaft mußte manchen Sturm überstehen. So trat nach Auseinandersetzungen über finanzielle Probleme 1928 der gesamte Vorstand zurück. Ein weiterer schwarzer Tag in der Vereinsgeschichte war der 26. Juni 1934.  Ein Sturm brachte am Kirmesmontag während der Tanzveranstaltung das Festzelt zum Einsturz. Mehrere Personen wurden verletzt.

Die Obhut und Fürsorge des letzten Königs vor dem 2. Weltkrieg, Karl Bach und dessen Frau, verdankt die Bruderschaft den Erhalt des Königssilbers. Nach seiner Regentschaft (1935) wurde von staatlicher Seite allen kirchlichen Vereinen ein öffentliches Auftreten verboten. So ruhte die Bruderschaft bis 1947.

Erst im Jahr 1950 wurde wieder eine Kirmes mit Schützenzug veranstaltet. In den ersten Jahren nach dem Krieg zogen die Schützenbrüder in Zivil auf. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung begann die Blütezeit der Bruderschaft. Die Zahl der beteiligten Schützengruppen stieg permanent an. Immer mehr Gruppen schafften sich eigene historische Uniformen an, so daß sich bei deren Auftreten mehr und mehr ein farbenprächtiges Bild bot.

Im Jahre 1964 wurde die Sportschützenabteilung gegründet. Die mit Begeisterung vorangetriebene Jugendarbeit spiegelte sich schnell in großen Erfolgen der Sportschützen wieder, die den Namen des Ortes regional und vor allem überregional bekannt machten. Die Austragung der Bezirksmeisterschaft 1971 auf dem Schießstand Wickrathhahn wurde zu einem Höhepunkt der Vereinsgeschichte.
Mit Josef Stevens (1954) und Kurt Schmitz (1979) konnte zweimal das Amt des Bezirkskönigs errungen werden.

Seit ihrer Gründung ist die Sankt Hubertus Bruderschaft dem Bund der Historischen Deutschen Bruderschaften Köln angeschlossen.

Die  Bruderschaft präsentiert in heutiger Zeit ein Regiment mit 19 Zügen. Im Einzelnen sind es folgende Gruppen: Generalstab , Fahnengruppe , Ehrengarde, Schillsche Offiziere , Schwarze Husaren , Grüne Husaren , Blaue Husaren , Weiße Husaren , Rote Husaren , Lützow-Husaren , Marineoffiziere , Matrosen , Füsilier-Offiziere , Jäger , Sappeure , Rote Schill , Zylindergruppe , Blaue Dragoner , Mansfelder Pioniere , und Blaue Schill. Ausserdem noch Klompengruppe 1, Klompengruppe 2 , Klompengruppe 3 , Klompengruppe 4, Klompengruppe 5, Klompengruppe 6 und Klompengruppe 7.

Mit Franz-Josef Bäumer hat die Bruderschaft seit 1992 einen engagierten 1. Brudermeister, der auch seit mehr als 10 Jahren in seinem Amt als General für das korrekte Auftreten des Schützenzuges verantwortlich ist. Seit 2006 ist Kurt Wingerath 1. Brudermeister.

Als Ziele der Bruderschaft gelten wie ehedem die Förderung der Jugend und die Erhaltung des Brauchtums nach dem Leitsatz "Glaube, Sitte, Heimat"

Unsere Königskette

Anlässlich des Schützenbiwaks zu Fronleichnam 2000 segnete Präses Gerhard Jansen die neue Königskette der Bruderschaft.

Die Brudermeister Franz-Josef Bäumer und Kurt Wingerath, sowie der Geschäftsführer Dieter Bischof assistierten ihm. Kaiser Paul Lingen war der erste König, der diese neue Kette tragen konnte.